Metal Tempel

Eine Ruhmeshalle für den Metal und seine Musiker

 
 

Die Top 50 Klassiker des Metal

Musikalben, die eine große Bedeutung in der Entwicklung des Metal haben

11. EXODUS: BONDED BY BLOOD (1985)

Bonded by Blood von Exodus

Bonded By Blood ist ein absoluter Meilenstein extremer Musik und somit über jede Kritik erhaben. Ähnlich wie Venom, Slayer und Metallica beeinflussten EXODUS mit «Bonded By Blood» Tausende von Nachwuchsbands und haben sich schon alleine aufgrund ihrer legendären Gitarrenarbeit einen Ehrenplatz in der Metal-Historie verdient.

Rabiate Stürmer wie der eröffnende Titeltrack, die Bandhymne Exodus oder das finale Strike Of The Beast gelten auch heute noch ebenso als gnadenlose Nackenbrecher wie A Lesson In Violence mit seinem attackierenden Riffing oder Metal Command mit seinen treibenden Leadgitarren und Doublebass-Unterstützung

12. ACCEPT: BALLS TO THE WALL (1983)

Balls to the Wall von Accept

Balls To The Wall ist ein gelungenes Album, das zu den Besten von Accept und zu den wichtigsten Heavy Alben gehören dürfte. Die Band bringt ihr Konzept ziemlich schnörkellos auf den Punkt: gut nachvollziehbare Songs, sauber eingespielt und gut geshoutet. In der Regel wird jedem Song ein bestens mitgröhlbarer Refrain mitgegeben. Damit hatten Accept zu dem Zeitpunkt das Rezept für gute Heavy Songs mit Arena-Potential so gut wie kaum eine andere Band des Genres verstanden.

Mächtige Metalsongs wie Balls To The Wall, London Leatherboys, Head Over Heals, Turn Me On oder Losers And Winners sprechen auch heute noch für sich und definieren auch weiterhin das Prädikat Heavy Metal wie keine Anderen.

13. IRON MAIDEN: THE NUMBER OF THE BEAST (1982)

The Number of the Beast von Slayer

Als IRON MAIDEN im März 1982 ihr Album The Number of the Beast veröffentlichten haben sie den Metal, wie man ihn bis dahin kannte, grundlegend verändert und sich damit selbst ein Denkmal für eines der wichtigsten Alben des Metals gesetzt.

Nummern wie Run To The Hills und The Number Of The Beast sind sicherlich die beiden bekanntesten Kapitel auf dieser Scheibe, nicht zuletzt wegen ihrer markanten Refrains und der unsterblichen Melodien. Dicht gefolgt von Hallowed Be Thy Name, dem bis dato wohl epischsten MAIDEN-Stück.

The Number Of The Beast markierte ja zeitgleich auch den Einstand von Bruce Dickonson als Sänger, und vielleicht ist die Platte auch gerade deswegen so geil, weil Bruce noch so frisch und engagiert bei der Sache war.

Fast vierzig Jahre später sind der Titeltrack, Run to the Hills und Hallowed Be Thy Name immer noch ein Grundnahrungsmittel für Konzerte. The Number Of The Beast war ein Wendepunkt in der Karriere von Iron Maiden, der immer noch ein Favorit alter Fans und ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für die Neuen ist.

14. BLACK SABBATH: BLACK SABBATH (1970)

Black Sabbath von Black Sabbath

Black Sabbaths Erstlingswerk ist ungefähr so legendär wie die Band selbst. Sie gelten als die Erfinder des Metal, mit bis dato ungehört harten Verzerrungsklängen. Egal, in welche Richtung des Metal man sich bewegt, ohne dieses Album wäre all dies nicht möglich gewesen, somit gehört das Album Black Sabbath in wirklich jede Metal-Sammlung!

Der Opener hat den originellen Titel Black Sabbath und beginnt mit Regen und Gewitter, bis Tony Iommi zum ersten Riff ansetzt, der den Beginn des Heavy Metals einleiten sollte. Insgesamt ein sehr wirkungsvoller Song, der vor allem durch Ozzy`s Gesang sehr überzeugend und düster wirkt. Die Band gilt nicht umsonst als Vorreiter des Doom Metal.
Man merkt nach mehrmaligen Hören deutlich die Einflüsse, die Black Sabbath auf die Nachwelt hatte.

Black Sabbath mit einem Ozzy Osbourne in Hochform haben mit dieser Scheibe schon gleich am Anfang ihrer Laufbahn einen Meilenstein gesetzt, der auch 50 Jahre später noch frisch und zeitlos klingt.

15. POSSESSED: SEVEN CHURCHES (1985)

Seven Churches von Possessed

Seven Churches ist ein unantastbarer Meilensten des extremen Metals, den nur wenige zu kritisieren wagen, vor dem sich die Meisten ehrfürchtig verneigen. Das Album ist vollbepackt mit den rauesten Merkmalen von Thrash und der barbarischen Aggression vom frühen Deathmetal.

Die 1983 in San Francisco gegründete Band hat mit ihrem Erstling nicht nur eines der extremsten Metal Alben seiner Zeit veröffentlicht, sondern auch maßgeblich an der Entstehung des Death Metal mitgewirkt. Neben Hellhammer, Death oder Morbid Angel zählen auch Possessed zu den Vorreitern dieses Genre und verhalfen diesem darüber hinaus eventuell durch den zehnten Track, Death Metal, ihres legendären Albums Seven Churches noch zu einem Namen.

Das Album gilt als unsterblicher Klassiker des Death Metal. Das Tempo reicht von schnell und wütend bis mittlerem Tempo. Es sind 39 Minuten purer Genuß.

Seven Churches ist ohne jeden Zweifel ein stil- und genreprägendes Gesamtwerk, ungezügelt, brutal, infernalisch und für damalige Verhältnisse (1985!) bahnbrechend in Sachen Brachialität. Das Album markiert zudem den Übergang von Thrash in Death Metal und könnte als quasi erste Death Metal Platte überhaupt gesehen werden.

16. SLAYER: SHOW NO MERCY (1983)

Show No Mercy von Kreator

Zwar hört auch derjenige, der nur neueres Material der Thrash-Legende kennt, bereits auf Anhieb, um welche Band es sich hier handelt, und doch hätte sich aus der Musik, die das damals noch junge Viergespann auf dieser Platte veröffentlicht hat, auch etwas gänzlich anderes entwickeln können.

Denn wie auch Metallicas Kill ’Em All, welches ebenfalls 1983 veröffentlicht wurde, bietet Show No Mercy Thrash Metal, wie man ihn heute leider beinahe nicht mehr zu hören bekommt. Schon damals entwickelte sich die Szene schnell weiter und die jungen Nachwuchs-Thrasher von heute führen das Werk dort fort, wo sie die Szene-Pioniere hingeführt haben, und nicht, wo diese selbst angefangen haben. Den Ur-Thrash basierend auf Venom und den Wunsch, noch böser zu sein als alles bisher Dagewesene, hört man heutzutage eher selten. Und das ist in mehrfacher Hinsicht verdammt schade, wie Show No Mercy auch heute, Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung, noch zeigt.

So rotzig, punkig und aufmüpfig wie damals klangen Gitarren seitdem immer seltener – da helfen auch die immer astronomischen ausfallenden Summen nicht, die Bands heutzutage in Studios lassen. Zum anderen sind es natürlich die Songs, die ein Album wie Show No Mercy auch heute noch zu einem Pflichtkauf für jeden Thrash-Metaller machen: Egal ob The Antichrist, Black Magic oder Metal Storm/Face The Slayer: Diese Songs haben Kultstatus!

Diese Scheibe markiert nicht nur die Geburt einer Metal-Legende und zählt somit von Vornherein zu den Standardwerken metallener Tonkunst, sondern ist zudem wohl eines der am meisten unterschätzten Thrash-Metal-Alben überhaupt.

17. METALLICA: MASTER OF PUPPETS (1986)

Master of Puppets von Metallica

Strukturell hielten sich METALLICA bei Master Of Puppets an das Erfolgsrezept von Ride The Lightning: Wie auch schon Fight Fire With Fire beginnt hier Battery ebenfalls mit ruhigen Akustikgitarren, bevor das Lied abrupt in einen Hochgeschwindigkeits-Thrasher übergeht, der bis heute zu Recht zu METALLICAs besten Songs zählt

Nach diesem gewaltigen Einstieg zementierten die Thrashikonen mit dem Titelsong Master of Puppets ein für alle Mal ihren Status zu einer der größten Metalbands aller Zeiten für immer und ewig in Granit ein. Master of Puppets gehört sicher zu den besten Metal-Songs aller Zeiten.

Von allen typischen Halbballaden die METALLICA im Laufe ihrer Laufbahn geschrieben haben ist Welcome Home (Sanitarium) die mit Abstand Beste. One und Nothing Else Matters waren zweifelsohne kommerziell erfolgreicher, kamen aber nach meiner Meinung niemals an die Größe dieses Songs ran.

18. TESTAMENT: THE LEGACY (1987)

The Legacy von Testament

Der Eröffnungstrack Over The Wall stellte 1987 sofort klar, dass sich die Großen der Szene, namentlich SLAYER, METALLICA, ANTHRAX und EXODUS, etwas dicker anziehen müssen, um den musikalischen Kampf aufnehmen zu können. Musikalisch brillierten TESTAMENT vor allem durch stahlharte Riffs und geniale, originelle Gitarrensoli.

Ein jeder einzelne Song auf dem Teil ist eine Offenbarung. Man kann eigentlich gar nicht anders als bangen und wild vor der Anlage herumspringen. Die Riffs sind auch für heutige Verhältnisse noch gewaltig und waren damals richtungsweisend für Musiker und Nachwuchsgitarristen. Auch ermöglichte The Legacy allen denen, die die Alben von SLAYER und EXODUS zu hart fanden, den Einstieg in das Thrash Genre.

Ohne Bands wie TESTAMENT und ohne Klassiker wie The Legacy gäbe es heute viele starke zeitgenössische Metal-Gruppen in dieser Form vermutlich nicht einmal.

19. PANTERA: VULGAR DISPLAY OF POWER (1992)

VULGAR DISPLAY OF POWER von Pantera

Mit Vertretern wie DevilDriver oder Lamb Of God ist der Groove Metal heute fest im Metal verankert. Und wenn man mit steilen Thesen sonst auch noch so vorsichtig sein sollte – eines steht fest: Ohne PANTERAs Vulgar Display Of Power gäbe es das gesamte Subgenre nicht, zumindest nicht in dieser Form.

Vulgar Display Of Power ist ohne Wenn und Aber eines der besten Metal Alben aller Zeiten, seine Ausstrahlung und seine Intensität wurde und wird von ihnen nie mehr erreicht.
PANTERA waren hier am höchsten Punkt ihres großen Schaffens!
Kerry King von Slayer bezeichnete Vulgar Display of Power als Panteras Reign in Blood.

20. S.O.D.: SPEAK ENGLISH OR DIE (1985)

SPEAK ENGLISH OR DIE von S.O.D.

Dieses Album ist eine Ikone. Es ist legendär. Es ist so unbestreitbar einflussreich und ebnete den Weg für nicht nur eine, sondern einen ganzen Teil der Metal-Musik. Crossover, Thrash Metal, Death Metal, Crust Punk, diese Platte hatte alles und verdient weitaus mehr Anerkennung als sie erhalten hat.
Wenn jemand harte Musik mag und dieses Album noch nicht gehört hat, sollte das schnellstens nachgeholt werden.

Insgesamt ist Speak English Or Die legendär, es hat so viele Metal-Acts vorangetrieben, es hat den Weg für extreme Musik geebnet, es hat die Satire auf ein ganz neues Niveau gebracht, es hat Thrash neu definiert, es hat zum ersten Mal in der Geschichte Hardcore-Punk und Thrash-Metal kombiniert.

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