Metal Tempel

Eine Ruhmeshalle für den Metal und seine Musiker

 
 

Die Top 50 Klassiker des Metal

Musikalben, die eine große Bedeutung in der Entwicklung des Metal haben

1. BLACK SABBATH: PARANOID (1970)

Paranoid von Black Sabbath

Paranoid ist nach Meinung vieler Musiker das auf die Entwicklung des Heavy Metals einflussreichste Album überhaupt. Zahlreiche Musiker bezeichnen Black Sabbath als einen ihrer Haupteinflüsse und zollten der Band auf den in den 1990ern erschienen Coveralben Tribut: Ugly Kid Joe, Bruce Dickinson (Iron Maiden), Megadeth, Faith No More, Sepultura, Pantera, White Zombie, Biohazard, System of a Down und weitere.

Paranoid deckt einige der erfolgreichsten und bekanntesten Tracks ab, die Black Sabbath jemals produziert hat. Auch wenn man kein Fan der Truppe ist, muss man ihren geschichtlichen Stellenwert anerkennen. Das Album Paranoid gilt zu Recht als Pflichtscheibe für Hard & Heavy Fans.

2. DIO: HOLY DIVER (1983)

Holy Diver von Dio

Vor fast 40 Jahren erschien ein Album, welches bis heute zu den Juwelen der Metal Geschichte zu zählen ist. Die Rede ist vom Debüt der Band DIO, dem Album Holy Diver.

Holy Diver hat eine perfekt stimmungsvoll und packende Aura und ist bis heute das unerreichte Meisterwerk und Vermächtnis des DIO Schaffens und vermittelt den Geist seiner Zeit schier perfekt.

Von den ersten Gitarrenriffs auf Stand Up and Shout festigt das Lineup den klassischen Metal-Sound, der DIO als Band prägen würde. Mit den gleichen Ebenen von Rainbow, Sabbath und dem charakteristischen Sound von Ronnie James Dio, der Fantasy-Texte hervorbringt, werden die Hörer in ein Bilderbuch mit fantastischen Elementen aufgenommen.

Kaum jemand kennt den Titeltrack nicht, aber auch sonst sind eine Reihe der besten Dio-Songs auf diesem Album vertreten. Nur wenige Veröffentlichungen konnten die Qualität von Dios Debüt erreichen. Welche Bedeutung dieses Album hat, zeigt schon alleine, wie oft das Titellied gecovert wurde (Killswitch Engage, HolyHell, Steve 'n' Seagulls, Burning Witches usw.).

3. SLAYER: REIGN IN BLOOD (1986)

Reign in Blood von Slayer

Unvergessen! Unsterblich! Unmenschlich! Drei Schlagwörter, die dieser Perle nur annähernd gerecht werden. Reign In Blood gehört unter die zehn wichtigsten Scheiben die es je gab, gibt und geben wird. Der Sound ist durchgehend einwandfrei und es gibt viel Abwechslung.

Slayer legen auf ihrem Meisterwerk einen traumhaften Start mit Angel Of Death, nebenbei bemerkt ist das mein Lieblingssong von Slayer, hin. Provokativer Text, treibende Drums und ein Araya der gleich zu Beginn einen Schrei ausstößt, der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Weiter geht es dann mit Piece By Piece welches zwar, zumindest für SLAYER, gemächlich beginnt, doch stellt sich das schnell als Fassade raus. Ist dieses Stück zu Ende wird einem bewusst, dass Slayer sich gerade erst warm gemacht hatten, denn mit Necrophobic und einer Geschwindigkeit von 248bpm trennt sich nun die Spreu vom Weizen.

Heute, 35 Jahre nachdem Reign in Blood die Musikwelt in allen Grundfesten erschütterte, haben die 28 Minuten musikalischen Gemetzels nichts von ihrer ursprünglichen Kraft und Härte eingebüßt. In etlichen Bestenlisten rangiert Reign in Blood unter den Top Ten und stellt inzwischen so etwas wie den heiligen Gral des Thrash Metal dar.

4. METALLICA: KILL 'EM ALL (1983)

KILL 'EM ALL von Metallica

Das Album gilt neben Slayers im gleichen Jahr veröffentlichten Debütalbum «Show No Mercy» als Geburt des Thrash Metal. Manche sehen dieses Album als das einzig gute Album von Metallica an.

Das Album enthält mehrere Titel, die als Klassiker gelten, wie Whiplash, The Four Horsemen, Jump in the Fire, Hit the Lights und Seek & Destroy.

Kill ’Em All, das Album, mit dem alles begann, kann also auch heute noch fast auf ganzer Linie überzeugen und rechtfertigt seinen Klassikerstatus mit gelungenem Thrash-Songwriting, welches später von vielen Bands kopiert werden sollte. Obwohl das Album auf eine ganz andere Art und Weise funktioniert, kann es sich als das wohl fetzigste und schnellste METALLICA-Album seinen Ausnahmestatus in ihrer Diskographie sichern.

5. MOTÖRHEAD: ACE OF SPADES (1980)

Ace of Spades von Motörhead

Ace Of Spades ist in erster Linie ein geradliniges Rockalbum, auf dem von der Metalschlagseite der späteren Veröffentlichungen noch nicht viel zu hören ist. Die Musik geht größtenteils simpel und schnörkellos zur Sache, für damalige Verhältnisse auch recht heftig und ist klar vom Punk beeinflusst.

Mit ihrem vierten Album Ace Of Spades, das die Gruppe auf der Spitze ihres damaligen Erfolgs zeigt, haben sich MOTÖRHEAD im für konservative Fankreise besten Line-Up der Bandgeschichte selbst ein Denkmal gesetzt. Jeder Song gilt als Klassiker.

6. KREATOR: PLEASURE TO KILL (1986)

Pleasure to Kill von Kreator

Mit Pleasure To Kill veröffentlichen Kreator nicht einfach nur ihre zweite Platte, sondern eine der wichtigsten Ruhrpott-Thrash-Scheiben überhaupt. Kreator hämmern Song für Song herunter, an Schnelligkeit kaum zu überbieten.

Das Album beeinflusste viele Death-Metal-Bands und half dabei, diesen Stil zu entwickeln. Es gilt als erster Klassiker der Band.

In der deutschen Szene, die bereits für ihren Thrash Metal bekannt war, hat Pleasure to Kill die Aggression auf ein ganz neues Niveau gebracht. Obwohl Kreator keineswegs die erste Band war, die die deutsche Szene hervorbrachte, waren sie zu dieser Zeit mit Abstand die Extremsten. Es war ein Album mit so viel roher Kraft und Wucht, dass es für ihre europäischen Zeitgenossen fast wie eine Herausforderung war, zu versuchen, mitzuhalten.

Ein Klassiker des Metal und einer der ersten Schallmauerbrecher ever. Das allein sollte reichen, allen qualitätsbewussten Metallern dieses Götterwerk schmackhaft zu machen.

7. ACCEPT: RESTLESS AND WILD (1982)

Restless and Wild von Accept

Restless And Wild gilt heute zu Recht als eine der genialsten Scheiben, die der Teutonen-Metal je hervorgebracht hat. Deutscher Edelstahl, wie er besser nicht hätte geschmiedet werden können: messerscharfe Riffs, ein für damalige Verhältnisse schier wahnwitziges Tempo, eingängige Songs, die sich nach dem ersten Genuss in die Gehörgänge brennen.

Das Album ist wohl am besten bekannt geworden durch das knisternde Volkslied-Intro zum Titel Fast as a Shark, der zu den ersten Speed-Metal-Songs gezählt wird.

Aber auch sonst sind keine Ausrutscher zu beklagen. Jeder Track ist es wert, gehört und bewundert zu werden. Sei es der als Livehymne bestens geeignete Titelsong, bei dem auch im Jahr 2020 noch Tausend Fäuste in die Luft schwingen oder dass etwas düstere Abschluss Lied Princess Of The Dawn.

Das, was seit 40 Jahren Tausende von Bands zu kopieren versuchen, ist im Original immer noch ungeschlagen und macht auch heute noch tierisch Laune.

8. DEATH: SCREAM BLOODY GORE (1987)

Scream Bloody Gore von Death

Beim Erscheinen von Scream Bloody Gore im Jahr 1987 dachte wohl nicht einmal Chuck Schuldiner selbst, dass dieses Album künftig als ein Genre definierender Klassiker gelten würde. Obwohl POSSESSED´s Seven Churches bereits 2 Jahre zuvor veröffentlich wurde, distanzierten sich DEATH deutlicher vom damals dominanten Thrash Metal und untermauerten klanggewaltig ihren Ruf als möglicherweise erste Death Metal Band. Letztlich hat vermutlich das Schaffen beider Gruppen den Death Metal in gleichem Maß beeinflusst.

Das erste Album Scream Bloody Gore, welches Chuck Schuldiner zusammen mit seinem damaligen Kumpel und Mitmusiker Chris Reifert eingeholzt hat, war nicht einfach nur ein Debütalbum irgendeiner neuen, jungen Band, es war mehr als das. Es war ein Statement. Ein «Hallo, so und nicht anders wird harte Musik gespielt» war das, der Schlag mit der Faust ins Gesicht. Während VENOM und einige andere Verdächtige noch ungestüm und schräg vor sich hin lärmten, fing Schuldiner an, seine Gitarre zu lieben, ihr feine Klänge zu entlocken und Brutalität gekonnt mit Melodie zu vermischen. Für die damalige Zeit unverwechselbar.

Ein unwiderlegbarer Fakt ist, dass Scream Bloody Gore einer jener grundlegenden Klassiker ist, auf die sich nahezu jeder Metallfan einigen kann und welche man einfach kennen muss.

9. Morbid ANGEL: ALTARS OF MADNESS (1989)

Altars of Madness von Morbid Angel

Das offizielle Debüt der aus Florida stammenden Horde ist eines jener Giganten des Metal, die auf ewig einen Platz im Olymp grandioser Meilensteine einnehmen werden, wird in fünfzig Jahren noch genauso fesseln, in seinen dunklen Bann ziehen, diesen Spirit aus Wut und Herzblut verströmen, wie damals.

Sicher fragten sich die vier Mannen aus Florida, was man für einen genialen Death Metal-Cocktail benötigt. Die Antwort sollte Brutalität, eingängige Riffs, geile Solos und vernichtendes Drumgewitter lauten.

Wie im Sturm eroberte dieses Album erst die USA und im Nu Europa. Man holte sich Inspiration bei Bands wie Slayer oder Death, aber dennoch klangen (und klingen immer noch) MORBID ANGEL äußerst eigenständig.

Einen Anspieltipp kann man nicht wirklich geben, denn die gesamte Scheibe ist durchgehend genial. Kein Aussetzer und kein Lückenfüller.
Altars Of Madness begeisterte damals schon die Massen, obwohl man solch eine Brutalität zuvor nicht kannte, daher kann ich dieses Album allen Genre-Fremden und Neueinsteigern nur empfehlen, da es einfach ein gewisses Feeling verkörpert, welches nur schwer zu beschreiben ist.

10. JUDAS PRIEST: PAINKILLER (1990)

Painkiller von Judas Priest

Painkiller war und ist wohl das Härteste und Beste, was man je von JUDAS PRIEST zu Ohren bekam, mitnichten aber keine Eintagsfliege auf diesem von Höhepunkten übersäten Album.

Die gnadenlos stampfende Hell Patrol, das infernale All Guns Blazing und der – erstmals leichte Verschnaufpause aufkommen lassende – Leather Rebel sind adrenalingetränkte Metal-Höchstklasse pur. Dann, genau dann, wenn man grad mal Luft geholt hat, bricht die nächste Gerölllawine ein: Metal Meltdown macht seinem Namen alle Ehre, entpuppt sich als bretthart durchdachte Stahlhymne, das folgende Night Crawler könnte stundenlang so genial hart dahinbrettern, brilliert neuerlich mit einem Überrefrain und setzt die Messlatte in Höhen, die man selbst bei JUDAS PRIEST in den kühnsten Träumen nicht erhofft hatte.

Painkiller ist Energie, ist Power, ist Schönheit und einfach Heavy Metal pur. Sollte es wider Erwarten jemanden geben, der Painkiller nicht kennt, dem ist absolut nicht mehr zu helfen. Ob sie ihm nun gefällt oder nicht, das bleibt jedem selbst überlassen, aber sie zumindest einmal gehört haben, das sollte jeder Metalhead!

Seite: 1 2 3 4 5

 
Besucher: Besucherzaehler