Metal Tempel

Eine Ruhmeshalle für den Metal und seine Musiker

 
 

Die Geschichte des Metal

Eine Entwicklung...


Die Goldenen 80er

Die 80er Jahre waren in vielerlei Hinsicht ein ganz Besonderes Jahrzent für den Metal.

Den ursprünglichen Heavy Metal an Geschwindigkeit und Aggressivität übertreffend, entwickelte sich in den USA der, von Bands wie Venom und Motörhead beeinflusste, Thrash Metal und der Speed Metal mit Bands wie Megadeth, Slayer, Metallica, Testament, Exodus oder Anthrax.
Als erstes Thrash-Metal-Album gilt allgemein Kill ’Em All von Metallica.

Slayer

Ungefähr zur selben Zeit entwickelte sich auch in Deutschland, vor allem im Ruhrgebiet, eine ähnliche Metalszene, die die Amerikaner teilweise an Härte noch übertraffen.
Es entstanden Bands wie Kreator, Destruction und Sodom.

Ebenfalls Mitte der 80er Jahre entstanden Bands wie Blind Guardian oder Helloween, die eher einen melodischen, aber kraftvollen, Metal spielten.
King Diamand, einer der Vorreiter des späteren Black Metal, trennte sich von Mercyful Fate und startete eine Solokarriere.

Die meisten der wichtigsten und besten Alben sind in dieser Zeit entstanden: Slayer: (Show No Mercy/1983, Reign in Blood/1986), Metallica: (KILL 'EM ALL/1983, Master of Puppets/1986), Kreator: (Pleasure to Kill/1986), S.O.D.: (Speak English or Die/1985, Iron Maiden: (The Number of the Beast/1982), Posessed: (SEVEN CHURCHES/1985), Dio: (Holy Diver/1983, Sacred Heart/1985) Death: (Scream Bloody Gore/1987, Leprosy/1988), Accept: (Restless and Wild/1982) usw. Da würden mir noch einige einfallen.

King Diamond

Die meisten der Sub-Genre sind ebenfalls in dieser Zeit entstanden, allerdings hat man das wohl eher den Musikmedien zu verdanken, die wohl damals selbst keinen Durchblick mehr hatten, soviel wurde von den Bands mit der Musik experimentiert.
Bands oder Alben, die wir heute wie selbstverständlich als Death Metal sehen, wurden von den Medien erst als Thrash Metal klassifiziert, Bands oder Alben, die Thrash Metal sind, wurden von den Medien damals teilweise dem Punk zugeordnet. Ich glaube aber, den Musikern war das ziemlich egal, die wollten einfach einen geilen Sound machen.

Welche Bedeutung damals der Metal hatte, zeigt auch die gleichzeitige Entwicklung von Bands wie Bon Jovi, Steel Panther oder Mötley Crüe, die zur selben Zeit ihre größten Erfolge hatten. Man bezeichnete diese Bands als Glam Metal, aber mit Metal haben sie eher wenig zu tun. Hier dominierten glitzernde Outfits und Mainstream geeignete Musik.
Aber sowohl die Bands selber als auch deren Fans, haben sich damals meist als Metalheads gegeben.
Aus dem Grund wurden sie nie von der Szene ernst genommen, wenn einer eine Kutte mit dem Aufdruck Bon Jovi oder sowas hatte, wurde er eher verachtet und als Poser angesehen.

Hypocrisy im Conrad Sohm

Der Metal hat einen Boom erlebt, wie es ihn danach wohl nie wieder gegeben hat.
Clubs und Bars, die nur für Metalheads waren, sind aus dem Boden gestampft worden. So eine Bewegung, die damals entstanden ist, kann man sich heute kaum mehr vorstellen. Selbst in userem konservativen Ländle sind solche Treffpunkte für Metalheads entstanden.

Es gab bei uns den Felsenkeller, beliebter Treffpunkt für Metalheads und Leute, die Hardrock mochten, der Alemannenkeller in Dornbirn war einer der grossen Treffpunkte für Metalheads aus Dornbirn, Lustenau und Umgebung, nicht vergessen darf man auch den legendären Club 3000, wo von Hardrock bis Speed Metal oder Thrash Metal alles gelaufen ist.
Im Club haben sich praktisch ab etwa 24:00 sämtliche Metalheads aus ganz Vorarlberg getroffen, das kann man sich kaum vorstellen, das war teilweise wie eine Völkerwanderung wenn man aus dem Zug ausgestiegen ist, als ob irgendwo ein Metalkonzert stattfinden würde.

Das Konkret, ein Jugendhaus, hat einmal im Monat einen Metalabend für Jugendliche gemacht, da wurden auch immer die neuesten Platten vorgestellt. Dort hab ich auch zum ersten Mal South of Heaven von Slayer gehört.

Klar, die damalige Gesellschaft war uns Metalheads und unseren Bands gegenüber kritisch eingestellt, für die sind wir irgendwo zwischen Arbeitsscheuen, Berufskriminellen und Satanisten angesiedelt gewesen.

 
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